Noviziats-Blog 2011/2012

Im Noviziats-Blog geben wir einen kleinen Einblick
in besondere Ereignisse während des Noviziatsjahres.

Januar 2012


16.-20.01.12
Novizenwerkwoche in Hofheim

 
Vom 16. bis zum 20. Januar trafen sich die Novizen der Mendikantenorden in Hofheim, im Exerzitienhaus der Franziskaner. Sechs Franziskaner, zwei Kapuziner und drei Dominikaner kamen, um sich gemeinsam mit dem Thema "Konflikte und Kommunikation" auseinanderzusetzen und sich gegenseitig kennenzulernen. Die Tage begannen mit der gemeinsamen Laudes und Eucharistiefeier, die von den Noviziaten abwechselnd vorbereitet wurden, so lernte man das Eigengut und die Traditionen der jeweils anderen Gemeinschaft kennen. Vormittags und nachmittags rauchten die Köpfe, es wurden Konflikte gespielt, Kommunikation, Zuhören und Reden geübt und viel gelacht. Abends traf man sich zum einen oder anderen Bier in der Weinstube und genoss das gemeinschaftliche Zusammensein und den Austausch.

Am Donnerstag machten wir einen Ausflug zum nahegelegenen Frankfurter Flughafen. Dort trafen wir uns mit der Flughafenseelsorge und erfuhren, dass die Aufgabenpalette am Flughafen sehr bunt ist: Passagier- und Besucherseelsorge, Betriebsseelsorge mit den Angestellten des Flughafens, Gottesdienste, Notfallseelsorge, Flüchtlingsseelsorge, Sozialarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.

Anschließend nahmen wir an einer Flughafenführung teil und bewunderten von Nahem startende und landende Flugzeuge, große Hangars, riesige Logistikzentren und vieles mehr. Nebenbei erfuhren wir, dass die Ware mit der höchsten Sicherheitsklasse Papier für Geldscheine ist.

Am Freitagmorgen verabschiedeten wir uns wieder voneinander und waren uns einig, dass es eine anstrengende, lehrreiche, gemeinschaftliche, schöne Woche war.

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Text & Bilder: fr. Jonas Golla OP




02.-06.01.12
Provinzstudientagung und Provinztag 2012

 
Studium und Demokratie - diese beiden Ideale machen unter anderem das Fundament des Predigerordens aus und wollen - auch auf der Ebene der Provinz - gepflegt werden. So begann das neue Jahr für die Dominikaner der Provinz Teutonia mit einer Studientagung und dem Provinztag im Bildungshaus der Salvatorianerinnen in Horrem bei Köln.

Das Thema der Studientagung lautete dieses Jahr "Sprache der Verkündigung und Medien". Aus diesem Grund hat der mit der Förderung der Fortbildung der Brüder betraute P. Victor Gisbertz verschiedene Referenten eingeladen, die mit uns Formen der Verkündigung in den heutigen Medien diskutiert haben. Pfarrer Dietmar Heeg stellte uns Beispiele für Verkündigung im Fernsehen vor, P. Christoph Wekenborg zeigte anhand der Lüpertz-Fenster in der Dominikanerkirche St. Andreas in Köln Möglichkeiten der Predigt durch darstellende Kunst, Ingo Brüggenjürgen präsentierte das Domradio Köln, Dr. David Hober zeichnete Perspektiven der Verkündigung im Internet anhand des Online-Portals www.katholisch.de vor und Joachim Frank reflektierte mit uns die Berichterstattung über den Papstbesuch in Deutschland 2011 in den Printmedien. Außerdem berichtete die durch Wort zum Sonntag, Quizshows und Talkrunden bekannte Schwester Jordana Schmidt aus dem Dominikanerinnenkloster in Waldniel über ihre Erfahrungen im Umgang mit den Medien. Neben den Brüdern nahmen an dieser Studientagung mit den Schwestern und Laien auch noch die übrigen Mitglieder der Dominikanischen Familie Teil.

Beim Provinztag lud der Provinzial die Brüder dazu ein, gemeinsam über wichtige Weichenstellungen für die Provinz zu diskutieren, Ideen, Ängste und Wünsche zur Sprache zu bringen.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP & fr. Julian Eder OP





01.01.12
Neujahrskonzert

 
Zu Beginn des Jahres 2012 wurden in einem Neujahrskonzert die F-Dur Suite der Wassermusik (1717) von Georg Friedrich Händel und das I. und II. Brandenburgische Konzert (1712) von Johann Sebastian Bach in unserer Kirche aufgeführt. Anschließend luden wir die Besucher des Konzertes zu einem Sektempfang ein.

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Text & Bilder: fr. Jonas Golla OP


Dezember 2011


04.-08.12.11
Margarete Ebner OP und Inquisition

 
Einmal mehr hatten wir Novizen in den vergangenen Tagen die Gelegenheit, uns mit der Vergangenheit des Predigerordens auseinanderzusetzen. Diesmal wurden wir von P. Dr. Wolfram Hoyer OP nach Augsburg eingeladen, um uns vor allem mit zwei großen thematischen Feldern näher zu beschäftigen: Zum einen anhand des Beispiels der seligen Dominikanerin Margarete Ebner mit dem Bereich, den man etwa als "geistliches Networking" im 14. Jahrhundert bezeichnen kann. Zum anderen mit einem Kapitel Kirchengeschichte, das in den Köpfen vieler Menschen schnell Assoziationen mit dem Dominikanerorden mit sich bringt: die "Inquisition".

Zum ersten großen Themenblock lasen wir aus den Offenbarungen der Margarete Ebner (1291-1356), versuchten uns ihrer Sprache anzunähern und analysierten ihre Stellung im "Netzwerk" der "Gottesfreunde" um Meister Eckhart, Johannes Tauler, Mechthild von Magdeburg, etc.. P. Wolfram zeigte uns auf, wie es im 14. Jahrhundert ohne moderne Kommunikationsmöglichkeiten trotzdem gelang, Gedankengut und geistliche Erfahrungen über hunderte Kilometer hinweg auszutauschen und gegenseitig fruchtbar zu machen. Dabei spielten Personen wie Heinrich von Nördlingen, der als Weltpriester viele Nonnenklöster bereiste, geistliche Werke übersetzte und auf diese Weise wie eine Schnittstelle zwischen den großen Mystikerinnen und Mystikern an Rhein, Elbe und in Schwaben wirkte, eine große Rolle. Bei unserem Besuch im Kloster Margarete Ebners in Maria Medingen (heute ein Franziskanerinnenkloster), konnten wir uns davon überzeugen, wie dieser Ort auch heute noch die Erinnerung an diese bedeutende dominikanische Mystikerin versprüht.

Den zweiten Schwerpunkt legte P. Wolfram auf das Thema Inquisition, für dessen Erforschung er einige Jahre an der Spitze einer Historikergruppe des Ordens gestanden hat. Er zeichnete sehr anschaulich die Entwicklung eines Verfahrens nach, das ursprünglich während der Klerikerreform zur Beseitigung innerkirchlicher Missstände, vor allem zu Gunsten der unteren, der hierarchischen Macht ausgelieferten Ebene von Klerikern entwickelt wurde. Der "Inquisitionsprozess" ermöglichte es den kirchlichen Richtern, auch ohne Klage eines Betroffenen, der oft die Beweislast nicht tragen konnte oder wollte, tätig zu werden. Von nunmehr sollte es bei Vorliegen von Unrecht nicht mehr heißen "wo kein Kläger, da kein Richter".

Mit der Übernahme dieses Verfahrens in das weltliche Recht, dem Einsatz gegen Häretiker, der Ausdehnung der prozessualen Mittel auf Folter und der Sanktionen bis hin zum Feuertod wird dieses Verfahren "per inquisitionem", vor allem in der Literatur des 19. Jahrhunderts, zum Schreckenswort. Oft fallen dabei jedoch wesentliche Prämissen oder prozessuale Bestandteile unter den Tisch: So gerät z.B. aus dem Blick, dass "häretisches Verhalten" im mittelalterlichen Gemeinwesen keine bloße Privatsache war. Das Ausscheiden aus der Glaubensgemeinschaft stellte vielmehr einen fundamentalen Angriff auf die soziale und rechtliche Ordnung der auf dem Lehnswesen basierenden Gesellschaft dar, der heute der Nichtanerkennung der Verfassung unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft vergleichbar ist.

Im Zusammenhang mit der Inquisition wies uns P. Wolfram darauf hin, dass sehr genau zu differenzieren sei zwischen der mittelalterlichen, der spanischen, der römischen Inquisition und den Hexenprozessen, sowie zwischen der Durchführung durch die kirchliche bzw. weltliche Macht.

Doch bei all den notwendigen historischen Korrekturen ist zu betonen, dass die Verkehrung einer Prozessreform, die eigentlich einen prozessualen Fortschritt darstellt, zu unsäglichem Leid geführt hat, das auch durch die Kirche und Vertreter unseres Ordens verschuldet wurde.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP



November 2011


18.-20.11.11
Wallfahrt zum hl. Albertus Magnus

 
Am Freitag machten wir uns auf Entdeckungsreise mitten hinein in die jüngere Geschichte unserer Provinz. Wir besuchten die ehemalige Dominikaner-Hochschule Walberberg.

Anschließend ging unsere Tour weiter nach Köln. Wir wurden sehr herzlich von den Brüdern im Konvent Hl. Kreuz aufgenommen und erkundeten von dort aus die Stadt. Am Samstagabend feierten wir am Grab des Hl. Albert eine Festmesse, die eine Festwoche zu Ehren des Heiligen abschloss. Nach einer kleinen Stärkung statteten wir dem Dom noch einen Besuch ab.

In Köln hat uns das Fernsehen entdeckt. Wer einmal hören möchte, wie es ist, wenn drei Dominikanernovizen einen aktuellen Charthit singen, der kann die Sendung "Menschen 2011" am 11. Dezember im ZDF schauen (Hier der Link).

Auf dem Rückweg statteten wir Aachen noch einen kleinen Besuch ab.

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Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: P. Philipp J. Wagner OP & fr. Jonas Golla OP





06.11.11
Ausflug in den Odenwald

 
Am Sonntagnachmittag machten wir einen kleinen Ausflug in den Odenwald, zum Felsenmeer. Wir genossen das milde Wetter und die schöne Herbstlandschaft

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Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP & fr. Julian Eder OP





01.11.11
Gedenken an unsere verstorbenen Mitbrüder

 
Ende Oktober sind fr. Julian, fr. Jonas und fr. Sebastian aus dem Praktikum zurück nach Worms gekommen, um ihr Noviziat fortzusetzen. An Allerheiligen besuchten sie mit dem Konvent die Grabstätte der Wormser Dominikaner, um dort der verstorbenen Brüder zu gedenken.

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Text: P. Philipp J. Wagner OP
Bild: P. Norbert Hinckers OP



Oktober 2011


 
Noviziatspraktikum im Oktober

 
Im Oktober liegt unser Noviziatspraktikum an. Wir freuen uns auf viele neue Begegnungen und Erlebnisse in den Praktikumskonventen.


 

fr. Jonas Golla OP
geht in den Konvent nach
Hamburg
 

fr. Sebastian Maria Ostmeyer OP
geht in den Konvent nach
Düsseldorf
 

fr. Julian Eder OP
geht in den Konvent nach
Graz
  Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: fr. Adam Rokosz OP



September 2011


10.09.11
Fest der Kulturen in Worms

 
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Bilder: fr. Jonas Golla OP




09.09.11
Trinity College Choir aus Cambridge zu Gast

 
Am 9. September war der Trinity College Choir aus Cambridge bei uns zu Gast und gestaltete unser Abendgebet. Er sang den Evensong, ein Abendgebet der Anglikanischen Kirche, das Elemente aus der Vesper und der Komplet enthält.

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Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: P. Norbert Hinckers OP





30.08.-06.09.11
Kolloquium und Kunst - das Noviziat in Treviso und Venedig

 
Ende August machte sich das Noviziat zu einer Reise ins italienische Veneto auf. Eine Reise, die uns an die Geburtsorte großer Männer der Kirchengeschichte, in die Hauptstadt eines untergegangenen Handelsimperiums und in einen der Brennpunkte der Gegenwartskunst geführt hat.

Dafür schlugen wir unsere Zelte im norditalienischen Treviso in einem Bildungshaus auf, das nur durch eine Straße von einem ehemaligen Dominikanerkloster getrennt liegt. Dieses Kloster ist für die Geschichte unseres Ordens deswegen interessant, weil dort Niccolò Boccassini (1240-1304), der spätere Papst Benedikt XI., in den Dominikanerorden eingetreten ist. Einer Stiftung dieses Papstes verdankt die Stadt die Kirche San Nicolò, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde und bis heute die größte Kirche der Stadt ist. Sie stellt gleichzeitig ein exzellentes Beispiel für eine typische Bettelordenskirche dar. Angeschlossen an die Kirche befindet sich der noch erhaltene Kapitelsaal des ehemaligen Klosters, in dem auf Fresken von Tomaso da Modena die bedeutenden Vertreter der Anfangszeit des Ordens der Predigerbrüder (u.a. ein sehr bekanntes Bild von Albert dem Großen) dargestellt sind.

Einen weiteren Höhepunkt stellte die Besichtigung der Basilica dei Santi Giovanni e Paolo in Venedig, einer weiteren typischen Bettelordenskirche, dar, in deren Sakristei beispielsweise auf einem Gemälde von Leandro da Bassano die Bestätigung des Predigerordens durch Papst Honorius III. zu sehen ist. Im Anschluss daran waren wir bei den Brüdern der Kommunität von Venedig eingeladen. Auch den Apostel Markus besuchten wir an seiner Ruhestätte im nach ihm benannten Dom von Venedig.

Darüberhinaus stand für uns der Besuch der 54. Biennale in Venedig auf dem Programm, wo unter dem Motto "ILLUMInazioni - ILLUMInations" in den Länderpavillons in den venezianischen Giardini und dem Arsenal Künstler aus aller Welt ihre Werke ausgestellt haben.

Einen weiteren Nachmittag verbrachten wir in Padua, dem Geburtsort des hl. Antonius, wo wir die Basilika "Il Santo" mit der Grablege des berühmten Franziskaners aufgesucht haben.

Doch neben so viel Sightseeing-Vergnügen gab es auch "harte Arbeit" auf unserem Programm: Jeder von uns drei Novizen hatte im Vorfeld unserer Reise eine Leseliste zu einem Thema seiner Wahl vorbereitet. In Treviso hielten wir dann ein noviziatsinternes Kolloquium ab, wo wir uns über "Gottes Handeln in der Welt und die Naturwissenschaften", "Menschenwürde" und "… wenn Gott verloren geht - Gottesrede in postsäkularer Kultur" unterhielten.

Abgerundet wurde das intensive Programm durch einen kleinen Streifzug durch die Cucina Italiana.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP



August 2011


26.08.11
Mönch auf Probe - Sebastian wird Mönch - Wir sind dabei!

 
Das SWR-Fernsehen Rheinland-Pfalz sendet am 26.08.11 um 18.55 Uhr eine Reportage über unser Noviziat (s. Blogeintrag vom 20.06.11). Zusätzlich wird jeden letzten Samstag im Monat auf SWR4, als Teil der Sendung "Frohes Wochenende" (16.00-19.00 Uhr) ein Radiointerview mit Frater Sebastian Maria ausgestrahlt. Zusätzliche Informationen zu den Sendeterminen und verschiedene kleine Filme und Bilder aus unserem Noviziat sind auf dieser Homepage zu finden.

Oder diesen Link kopieren und in den Browser einfügen:
http://www.swr.de/swr4/rp/programm/moench-auf-probe/-/id=263196/nid=263196/did=8443040/yrs28g/index.html


Text: fr. Jonas Golla OP




16.-21.08.11
Das Noviziat der Dominikaner beim Weltjugendtag in Madrid oder "the Dominican Novices go JMJ 2011"

 
Im Anschluss an die traditionelle Noviziatswallfahrt an die Orte, an denen der heilige Dominikus seine Jugend verbracht hat, machten wir Novizen des Ordens der Predigerbrüder uns auf den Weg zum Weltjugendtag, der dieses Jahr in Madrid stattgefunden hat.

Während dieser Zeit waren wir bei unseren Brüdern gemeinsam im Konvent Santo Domingo el Real in Madrid zu Gast, die uns sehr herzlich aufgenommen haben. Dort lernten wir auch die Novizen der spanischen Provinz der Dominikaner kennen.

So konnten wir zusammen mit hunderttausenden Jugendlichen aus aller Welt gemeinsam unseren Glauben an Jesus Christus feiern und uns auch ein wenig von den überschwänglichen Gesängen der Jugendlichen wie "Ésta es - la juventud del Papa" (Das ist die Jugend des Papstes) oder "Sí, sí, sí, el Papa ya está aquí" (Ja, ja ja, der Papst, der ist da) anstecken lassen.

Zusätzlich zum offiziellen Programm der Organisatoren hat die spanische Familia Dominicana für die Jugendlichen aus aller Welt eigene Veranstaltungen angeboten, an denen wir ebenfalls Teil genommen haben. So gab es zum Beispiel unter dem Titel "Lumen Ecclesiae" eine Andacht zum Thema Berufung in der Kirche der Nonnen von Santo Domingo el Real, wo die Taufschale des Heiligen Dominikus aufbewahrt wird. Dabei haben wir einen Chor der spanischen Dominikaner verstärkt.

Da in der dominikanischen Tradition auch das "rekreative Element" ein sehr charakteristisches Element darstellt, luden die Brüder vom Konvent Virgen de Atocha zu einer "Fiesta OP" ein, wo es eine Begegnung mit Mitgliedern des "International Dominican Youth Movement IDYM" (Internationale Dominikanische Jugendbewegung) aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten gab.

Den Abschluss des dominikanischen Programms stellte eine Messe dar, der der Sozius des Ordensmeisters für Mittel- und Osteuropa, P. Wojciech Delik OP, vorgestanden hat. Dabei haben sich neben uns Brüdern auch noch Nonnen, Schwestern und dominikanische Laiengruppen eingefunden.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Daniel Stadtherr OP





09.-15.08.11
O Lumen ecclesiae, doctor veritatis…
Dominikuswallfahrt 2011 nach Caleruega

 
2011 Jahre nach Christus:
Ganz Spanien ist von jungen dynamischen Dominikanern besetzt… Ganz Spanien?
Nein, ein kleines Dorf in der Provinz Burgos leistet nach wie vor einer jugendlichen Frischekur heftigen Widerstand.
CALERUEGA!

In Richtung dieser Enklave des Müßiggangs und der Beschaulichkeit brachen am 09.08.2011 drei Novizen und ein Novizenmeister auf zur traditionellen Dominikuswallfahrt, denn 1170 wurde dort in Caleruega der Hl. Dominikus (Domingo de Guzman) geboren, der den nach ihm benannten Orden der Predigerbrüder, die Dominikaner, gegründet hat.
In Folge der Heiligsprechung des Dominikus förderte sein Bruder Manés den Bau einer Dominikuskirche in Caleruega (1237). 1266 ließ König Alfonso das Anwesen der Guzmans in ein Dominikanerinnenkloster umwandeln und von den Schwestern aus San Esteban de Gormaz besiedeln. Die Schwestern hüten bis heute in der Krypta ihrer Kirche den Taufstein des Hl. Dominikus, an dem wir auch eine stimmungsvolle Messe feiern durften.

Man spürt an diesem Ort überall den Geist des Hl. Dominikus, der tief von der Landschaft seiner Heimat geprägt war: die weiten Ebenen, der Blick über das Land bis zum Horizont ist auch heute noch im Profil und der Spiritualität des Ordens zu spüren - die dominikanische Weite.

Von Caleruega aus besichtigten wir auch die umliegenden Ortschaften, die ebenfalls mit dem Hl. Dominikus und somit der Geschichte des Ordens verbunden sind: Gumiel de Hizan (Ort der Priesterausbildung), La Vid und Burgo de Osma, Santo Domingo de Silos (Namenspatron des Hl. Dominikus) und Burgos.

Darüber hinaus besuchten wir bei subtropischen Temperaturen die Mitschwestern in Caleruega und Lerma und erkundeten die umliegende Landschaft - per pedes et per autocinetum.

Mit vielen bewegenden und bereichernden Eindrücken, Bildern, Erlebnissen und Begebenheiten aus Caleruega hieß es dann:

?Adios Caleruega!
?Buenos días Weltjugendtag Madrid!

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Text: fr. Sebastian Maria Ostmeyer OP


Juli 2011


18.-22.07.11
Sprecherziehung und Rederhetorikseminar in Berlin

 
Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.

Als ich von der Brust aus
unter der Haut
mit einem langen Messer
Zunge und Gaumen herausschnitt,
muss ich sie angestoßen haben, denn sie glitt
in das nebenliegende Gehirn.
Ich packte sie ihm in die Brusthöhle
zwischen die Holzwolle,
als man zunähte.
Trinke dich satt in deiner Vase!
Ruhe sanft,
kleine Aster!

(G. Benn)


Zu einem fünftägigen Sprecherziehungs- und Rederhetorikseminar mit P. Dr. Thomas Grießbach OP war das Noviziat zu Besuch im Berliner Konvent St. Paulus (Moabit). Von Stimmsitzübungen, über Textrezitation hin zu Kommunikationstraining ("richtig" Feedback geben), Redetraining ("Harte Nachricht"), klassischer Rhetorik (Aristoteles) und Einführung in die Homiletik wurde das ganze Spektrum der menschlichen "Redekunst" abgedeckt.
Ein Besuch bei den Mitbrüdern im Institut M.-Dominique Chenu und das reichhaltige Besichtigungsprogramm der Bundeshauptstadt rundeten die Studienwoche wunderbar ab.

"Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende - und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen." (Mark Twain)


Text: fr. Sebastian Maria Ostmeyer OP




12.-13.07.11
Wenn auf "Wüste" Eiscreme und Symphonie folgen...

 
...dann stellt P. Carsten Barwasser OP vier Theologen des 20. Jahrhunderts im Noviziat vor.

Diese Woche konnte das Noviziat der Dominikaner mit P. Carsten Barwasser OP, Dozent für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Päpstlichen Universität des Heiligen Thomas von Aquin, dem vom Dominikanerorden in Rom geführten "Angelicum", einen hochkarätigen Gastreferenten begrüßen. P. Carsten stellte uns anhand von Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar, Edward Schillebeeckx und Hans Küng die Theologie des 20. Jahrhunderts vor.

Den Kraftakt, in nur zwei Tagen ein ziemlich ereignisreiches Jahrhundert für die Kirche aus der Sicht von vier "Großen" der katholischen Theologie zu schildern, hat er aber auf sehr engagierte Art und Weise spannend geschafft: Ideen und Bilder von vier Theologen der Zeitgeschichte und deren Einbettung in den historischen und theologischen Kontext ermöglichten es uns, die Zeit vor und nach dem II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) besser zu verstehen.

So verriet uns Karl Rahner (1904-1984), dass er, wenn er nicht gerade seinen Lesern in eineinhalb Seiten langen Sätzen das übernatürliche Existenzial zu erklären versuchte, am liebsten Eis in Rom gegessen hat. Der Germanist und Mozart der Theologie, Hans Urs von Balthasar (1905-1988), bewässerte die ausgetrocknete "Wüste der Neuscholastik" mit symphonisch-narrativen Beiträgen. Unser Mitbruder Edward Schillebeeckx (1914-2009) ließ uns Einblick nehmen, warum er sich vor der Säkularisierungstendenz der Kirche und der Verkirchlichung der Gesellschaft nicht gefürchtet hat. Hans Küng (*1928) zeigte uns auf, dass die Frage der Rechtfertigung evangelische und katholische Christen nicht mehr trennen muss und spannte den Bogen des "Projektes Weltethos".

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Philipp J. Wagner OP





26.06.-01.07.11
"Fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran!"
Novizenwerkwoche der Mendikantenorden in Kloster Schwarzenberg


 
Vom 26.06.2011 bis zum 01.07.2011 trafen sich die Novizen der verschiedenen Mendikantenorden, dieses Jahr nur Franziskaner und Dominikaner, zu einer Werkwoche im Kloster Schwarzenberg (bei Würzburg) der Franziskaner - Minoriten.

Thema dieses schon traditionellen Zusammenkommens war der evangelische Rat der "Armut", wobei verschiedene Aspekte durch Referenten beleuchtet wurden:
die soziale und internationale Sicht auf Armut, biblische Perspektiven des Armutsverständnisses sowie die jeweils eigenen Ordenstraditionen.

Im Mittelpunkt standen dabei vor allem persönliche Reflexionen, gerade im Bezug auf ein persönliches Leben im Gelübde der Armut, und der rege Austausch untereinander in Gesprächen und Diskussionen.

So war diese Woche für alle Beteiligten eine fruchtbringende Zeit und eine Bestärkung der jeweiligen Ordensberufung.

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Text: fr. Sebastian Maria Ostmeyer OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP



Juni 2011


20.06.11
Das Noviziat vor der Kamera

 
Heute ist ein Filmteam des Südwestrundfunks bei uns zu Gast. Einen Tag lang begleitet das Team fr. Sebastian Maria. Der Kurzfilm soll den Zuschauer durch einen Tag im Noviziat führen und Einblick geben in den Alltag, aber auch die Fragen und Herausforderungen im Noviziat zeigen. Gesendet wird der Beitrag in der Landesschau. Der Termin ist noch nicht bekannt.

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Text und Bilder: fr. Jonas Golla OP




Pfingsten
Die 7 Gaben des Heiligen Geistes

 
In der Vorbereitung auf Pfingsten bitten wir den Heiligen Geist um 7 Gaben: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit, Gottesfurcht.

Bis Pfingstmontag werden wir jeden Tag eine Gabe vorstellen.

7. Juni: Die Gabe der WEISHEIT (--> zum Video)
8. Juni: Die Gabe der EINSICHT (--> zum Video)
9. Juni: Die Gabe des RATES (--> zum Video)
10. Juni: Die Gabe der STÄRKE (--> zum Video)
11. Juni: Die Gabe der ERKENNTNIS (--> zum Video)
12. Juni: Die Gabe der FRÖMMIGKEIT (--> zum Video)
13. Juni: Die Gabe der GOTTESFURCHT (--> zum Video)

Text: fr. Jonas Golla OP





04.06.11
Vier Dominikaner auf'm Mittelaltermarkt...

 
Wie sah die Kleidung, das Essen, die Werkzeuge,... im 13 Jh. aus? Mit dem Besuch des Mittelaltermarktes begaben wir uns auf eine kleine Zeitreise, in die Zeit des heiligen Dominikus. Wir genossen die mittelalterliche Gastfreundschaft und stärkten uns gemeinsam mit anderen Zeitreisenden mit Peperonis und Oliven.

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Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: fr. Julian Eder OP & fr. Jonas Golla OP



Mai 2011


23.-26.05.11
...Wochenend und Sonnenschein...
Besuch Mitbrüder im Vechtaer Konvent

 
Zu einem viertägigen Besuch der Mitbrüder in Vechta brach das Noviziat, zwar nicht am Wochenende, aber doch mit viel Sonnenschein und guter Laune in den hohen Norden auf. Auf dem Programm standen unter anderem ein Gespräch mit dem Direktor des ordenseigenen Gymnasiums, P. Gerd Frenschkowski OP und ein Vortrag von P. Ulrich Schulte OP über P. Titus Horten OP, Opfer des NS-Regimes und Seligsprechungskandidat.

...über uns die Lerche zieht, sie singt genau wie wir ein Lied...

Darüber hinaus boten sich auch Gelegenheiten die Umgebung zu besichtigen und benachbarte Ordensgemeinschaften zu besuchen, so zum Beispiel die Benediktinerinnen der Abtei Burg Dinklage und unsere dominikanischen Mitschwestern im Kloster "Zum Gekreuzigten Erlöser" in Lage - Rieste.

Ein besonderer Besichtigungspunkt war auf der Rückfahrt von Vechta nach Worms der Besuch des ehemaligen Dominikanerklosters in Warburg, das heute eine Kommunität syrisch-orthodoxer Mönche beherbergt, und bis 1992 Noviziats- und Ausbildungskonvent der Ordensprovinz Teutonia war. Nach einem kurzen Memento mit gesungenem Salve Regina und O Lumen ecclesiae für die verstorbenen Brüder auf dem noch erhaltenen Friedhof, ging es für uns drei Novizen und den Novizenmeister zurück nach Worms.

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Text: fr. Sebastian Maria Ostmeyer OP
Bilder: fr. Julian Eder OP & fr. Jonas Golla OP





18.05.11
Bedrohte Christen im Irak
Kreuzganggespräch mit Dr. Kamal Sido

 
Beim letzten der drei Abende der Reihe der Kreuzganggespräche haben sich Interessierte - so natürlich auch wir Novizen des Ordens der Predigerbrüder - zum Thema Christen im Irak und in den Nachbarländern im Dominikanerkonvent St. Paulus eingefunden. Als Vortragender konnte der Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Herr Dr. Kamal Sido aus Göttingen, gewonnen werden.

Neben einem kurzen Überblick über die verschiedenen christlichen Kirchen im Nahen Osten widmete sich Dr. Sido vor allem der Situation der Christen im Irak und in der Türkei und beschloss seine Ausführungen mit einem Überblick über Anliegen und Aktionen seiner Gesellschaft. Im Zuge seines Vortrags ging er ebenso auf die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate, vor allem in Ägypten und in Syrien, ein und stellte sich für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Nach dem Vortrag hatten wir Novizen, zusammen mit einigen Gästen, noch Gelegenheit, das Gespräch mit Herrn Dr. Sido im Innenhof des Konvents fortzusetzen und Einblick in seine Erfahrungen im Einsatz für bedrohte Christen im Nahen Osten zu bekommen, wofür wir ihm herzlich danken möchten.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP





12.-14.05.11
Ordensgeschichte mit P. Albert Seul OP

 
Zusammen mit P. Abert Seul OP beschäftigten wir uns mit der Gründung des Predigerordens. Gemeinsam lasen wir den Libellus, ein kleines Büchlein, das der zweite Ordensmeister Jordan von Sachsen geschrieben hat, um den Brüdern von den Anfängen des Ordens zu berichten.

Der Libellus und andere wichtige Texte der Gründungszeit, wie die Bullen zur Bestätigung des Ordens, sind zusammengefasst in Band 3 der Reihe "Dominikanische Quellen & Zeugnisse". Nähere Informationen dazu finden Sie bei unseren Literaturempfehlungen.

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Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: fr. Philipp J. Wagner OP





09.-11.05.11
Liebesbriefe hinter Klostermauern?!
Noviziatsstudientage der Familia dominicana im Institut St. Dominikus in Speyer

 
Dürfen Ordensbrüder und -schwestern mit- und untereinander befreundet sein? Und wenn ja, wie gestaltet sich diese Freundschaft? Gibt es eine "dominikanische" Tradition von Freundschaft innerhalb des Ordens?

Um diesen Fragen gemeinsam nachzugehen, trafen sich Novizinnen und Novizen der verschiedenen Noviziate aus Deutschland und der Schweiz zu einer Studientagung im Institut St. Dominikus in Speyer. Dabei standen zwei Personen der frühen Ordensgeschichte im Mittelpunkt: Jordan von Sachsen (ca. 1185 - 1235) und Diana von Andaló (ca. 1200 - 1236). Beide wichtige Personen der Ordensgeschichte, verband sie eine enge und tiefe Freundschaft, deren Intimität und Intensität sich aus der regen Korrespondenz erahnen lässt, wobei leider nur noch die Briefe Jordans erhalten sind. Gastreferenten waren Sr. Dr. Raphaela Gasser OP und P. Dr. Franz E. Müller OP aus der Schweiz, die mit kompetentem Wissen, großer Begeisterung und viel Herzblut diese Studientage gestalteten.

Der lieben Tochter in Christus, der Schwester Diana im Haus der heiligen Agnes in Bologna wünscht Bruder Jordan vom Orden der Prediger, der unnütze Knecht, dass sie mit dem Manna himmlischer Gnadengaben gesättigt werde.

Jordan von Sachsen trat ein Jahr nach dem ersten Kennenlernen des Predigerordens am 12. Februar 1220 in den damals erst aufkeimenden Predigerorden ein. Schon 1221 berief ihn Dominikus auf dem Generalkapitel von Bologna zum Provinzial der Ordensprovinz Lombardei. Aus dieser Zeit werden die ersten Begegnungen mit der späteren Priorin des Dominikanerinnenklosters zu Bologna, St. Agnes, herrühren, die uns aus den überlieferten Briefen Jordans als liebste Diana bekannt wurde: Diana von Andaló.

Seit Jordans Wahl zum Ordensmeister am 22. Mai 1222 war sein Leben ein Wanderleben geworden, das ihn trotz häufiger Krankheiten kreuz und quer durch Europa führte. In Frankreich, Italien, Deutschland und England besuchte er die Klöster seines Ordens. Eine besondere Liebe verband ihn mit Bologna. Nicht nur das alljährliche Ordenskapitel führte ihn immer wieder dorthin, Bologna gehörte auch in die Reihe der Universitäten, an denen er bevorzugt predigte, um die akademische Jugend für den Orden zu gewinnen, wie Padua, Vercelli, Paris oder Oxford.

Wie finden nun ein ständig umherreisender Wanderprediger und eine in Klausur lebende Frau zu solch einer innigen Beziehung? Ihre Verbindung ist der Glaube an den auferstandenen Gott, das feurige Engagement für den Dominikanerorden und die Verkündigung des Evangeliums.

Jordans Briefe an Diana sind ein einzigartiges Beispiel für die geistliche Freundschaft zwischen zwei großen Gestalten des Dominikanerordens, die sich tief im Herzen verbunden wissen und deren Liebe in Gott verankert ist. Beide tragen für den anderen Verantwortung. Wie sich zwei Heilige lieben, mit welcher Sehnsucht sie nacheinander verlangen, aus welchem liebenden Erkennen und mit welchem Verantwortungsbewusstsein füreinander, für ihre jeweilige Aufgabe und für den Orden sie ihre Freundschaft gestalten, mit welcher Offenheit und Tiefe sie diese Liebe leben, offenbart sich bei der Lektüre jedes einzelnen Briefes Jordans und Dianas.

Für alle Teilnehmer waren es drei wunderbare Tage der Gemeinschaft, in der man die Freude, die Fröhlichkeit und die Zusammengehörigkeit in der großen Familia dominicana spüren konnte. Denn auch wir, Ordensbrüder und Ordensschwestern, die wir gemeinsam unterwegs sind Christus nachzufolgen, in einer Gemeinschaft, in die uns Dominikus zusammengeführt hat, tragen Verantwortung füreinander: für unsere Gemeinschaft, unseren Glauben und das Heil der Menschen.

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Text: fr. Sebastian Maria Ostmeyer OP
Bilder: fr. Julian Eder OP & fr. Jonas Golla OP





04.05.11
Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet
Ein Kreuzganggespräch mit Dr. Alexander Kissler


 
Die diesjährige Reihe der Kreuzganggespräche, die im Dominikanerkonvent St. Paulus in Worms stattfindet, wurde am Abend des 4. Mai 2011 mit dem Vortrag von Dr. Alexander Kissler zum Thema "Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet" eröffnet. Wie der Titel bereits vermuten lässt, war der Referent darum bemüht, den Zuhörern die Gefahren vor Augen zu führen, die sich aus dem unreflektierten Konsum des - wie er es nennt - "Supermediums Fernsehen" ergeben können.

Auf eindrucksvolle Art und Weise hat er mit Zahlen, Beispielen, Zitaten und Analysen aufgezeigt, welchen Einfluss Fernsehen auf unsere Gesellschaft hat. Er hat den Anspruch an dieses Medium (Stichwort "Fernsehen als Fenster zur Welt") mit der Realität (Stichwort "Fernsehen als Fenster zur Welt, wie sie das Fernsehen sieht") in Verbindung gesetzt und oft mit spitzer Zunge und einigem Witz sein Auditorium auch dessen Ausgeliefertsein an das Medium Fernsehen demonstriert.

Um Sie ein wenig am Vortrag teilhaben zu lassen, hat das Noviziat der Dominikaner den gestrigen Abend an Hand einiger Fragen für Sie zusammengefasst:

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie sich eine Summe von 7,6 Mrd. Euro vorstellen? Das ist die Größenordnung der jährlichen Zuwendung an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus Rundfunkgebühren.

Wie viel Zeit verbringt der durchschnittliche Deutsche täglich vor dem Fernseher? Statistisch gesehen sitzen "Frau Schulze" und "Herr Müller" zweihundertdreiundzwanzig (223) Minuten vor dem Fernseher. Das sind 3:43 Stunden. Wobei der von "Schulzes Cousin" aus Sachsen-Anhalt (ähnlich wie dessen Freund aus Thüringen) täglich 4:36 Stunden vor der Mattscheibe sitzt, liegt oder seine Lieblingsserie via Internet-TV auf dem Retina-Display seines iPhone4 guckt. Anders "Müllers Nichte" aus Hessen und deren Bekannter aus Bayern. Hessen und Bayern sind nämlich Schlusslichter in der durchschnittlichen Verweildauer vor den Fernsehgeräten. (Interessante Randnotiz des Vortragenden war, dass diese Tatsache gegenläufig zur statistischen Bildungsqualität in den einzelnen Bundesländern ist, wo die letztgenannten Länder an der Spitze zu finden sind.)

Welcher deutsche Fernsehsender "erreicht" die meisten Menschen? Mit 13,6% Marktanteil liegt RTL als klare Nummer Eins vor ARD und ZDF. Betrachtet man die "Kernzielgruppe", also jenen Teil der Bevölkerung, die laut Marktanalysen am empfänglichsten für Werbebotschaften ist, so liegt RTL noch klarer vorn: 18% der in Deutschland lebenden Menschen zwischen 14 und 49 Jahren haben in ihrer linken oberen Bildschirmhälfte das Kürzel der deutschen Tochter der privaten Sendestation "Radio Télévision Luxembourg", während in dieser Altersschicht der erste öffentlich-rechtliche Sender ARD mit 7,3% Marktanteil erst auf Platz 5 zu finden ist.

Was stellen Sie sich unter "toxic content" vor? Während man im ersten Moment dabei eher an Warnhinweise auf der Verpackung von chemischen Produkten denken könnte, gebraucht laut Herrn Dr. Kissler der Autor Daniel Hermsdorf diesen Begriff in seinem Buch "Glotze fatal" um darauf hinzuweisen, dass Fernsehen Leben zerstören kann. Vor allem - und das ist aufs erste "Hinsehen" erstaunlich - das Leben derer, die abgebildet werden. Dies wird dadurch erklärt, dass der Preis für mediale Aufmerksamkeit oft sehr hoch ist und so vor allem von Laiendarstellern in Eigenproduktionen der Sender vollkommene Unterordnung unter die Spielregeln der TV-Stationen gefordert wird, die teilweise an "Knebelverträge" erinnern.

Was haben "Wetten, dass…" (ZDF), "Sesamstraße" (ARD), "Der Salonretter - Waschen, Schneiden, Föhnen" (Pro7) und "Daniela Katzenberger" (Vox) gemeinsam? Alle diese Sendungen laufen unter der Kategorie "Info-Sendung". Dies ist insofern von Bedeutung, als dadurch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ihren Bildungs- und Informationsauftrag erfüllen, für den sie über Rundfunkgebühren mit den dafür nötigen Mitteln ausgestattet werden. Die Zuordnung in diese Kategorien werden allerdings laut Dr. Kissler von den Sendern selbst vorgenommen.

Was verbirgt sich hinter dem neu-deutschen Wort "Scripted Reality"? Dieser Begriff wird für meist Eigenproduktionen von Sendern verwendet, die Szenen aus dem alltäglichen Leben von - so wird suggeriert - Durchschnittsbürgern wiedergeben. Dabei handelt es sich allerdings um erfundene Begebenheiten, aufgenommen nach einem Drehbuch, meist unter Beteiligung von Laiendarstellern, die sich ebenso laienhaft selbst spielen. Ein nicht unangenehmer Nebeneffekt dieser Konstellation sind die vergleichsweise niedrigen Produktionskosten, die für die Sendestationen anfallen.

Wie könnte das Geheimrezept der "Scripted Reality Shows" aussehen? Der regelmäßig enorme Publikumserfolg könnte - die Ausführungen des Referenten weitergedacht - im Zusammentreffen von - soziologisch betrachtet - (sub)proletarischem Milieu (Stichwort "Hartz IV-Sumpf") mit elementaren Ausdrucks- und Konfliktumgangsformen wie Schreien, Weinen und Gewalt, der Erzeugung eines Umfeldes, in dem man andere Menschen nur des Schlechten für fähig hält und der letztlich allgegenwärtigen Armut, die jedoch durchwegs als Schande dargestellt wird, zu sehen sein. Der Mensch wird als überfordert und lebensunfähig dargestellt. Ein Problem stellt gleichsam einen Anspruch auf den Besuch eines Reporterteams eines Privatsenders dar, das eine Konfliktmanagerin, einen Personality-Coach, einen Haushalts-Profi oder ähnliches aus dem Hut zaubert und mit der Lösung von punktuellen Problemen vorgaukelt, dass ganzheitliche Heilung krisengebeutelten menschlichen Lebens im von drei Werbepausen unterbrochenen Sendefenster von 60 Minuten geschehen kann.

Vor dem Hintergrund von "Live-Reality-TV": Was ist wahr oder wahrhaftig? Fernsehen stellt oft Dinge als wahr(haftig) dar, macht sie glaubwürdig und echt, wenn sie in verwackelten Bildern zu sehen sind oder wenn die Befragung von Leuten auf der Straße ein eindeutiges Meinungsbild aufzeigt.

Wie entscheiden Fernsehsender oftmals über die Relevanz von Inhalten? Selbst in Informationssendungen konstatiert der Gastreferent eine Tendenz zur Emotionalisierung und Ästhetisierung von Inhalten. Relevant ist demnach, was die Zuseher vor den Geräten berührt, was über "emotionalen Mehrwert" verfügt.

Wie ist es um die Kristallisationspunkte journalistischen Ethos', wie Unabhängigkeit und Achtung der Würde des Interviewpartners, bestellt? Dr. Kissler rief seinen Zuhörern eindrucksvoll eine Ausgabe des "ZDF-Heute Journals" in Erinnerung, in dem der Sprecher einen Videoclip über das Geschehene der Woche im Zusammenhang mit den Aufständen der Bevölkerung in Nordafrika mit den Worten angkündigte: "Nehmen Sie es als Verbeugung der Journalisten des Journals vor den Menschen, über die sie berichten durften". In Hinblick auf die Berichterstattung zum Amoklauf von Winnenden zeigte er anhand einiger Beispiele auf, wie es, selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, in Interviews mit Angehörigen von Opfern und mit Bekannten des Täters in den Fällen, in denen es um den Schutz der Menschenwürde der befragten Personen ging, journalistisches Versagen auf breiter Linie gab. Für verantwortlichen und qualitativen Journalismus müsse aber gelten, dass sich Prinzipien eben in den heiklen Grenzbereichen bewähren.

Wie sollte man dementsprechend mit Medien generell, mit Fernsehen im Speziellen, umgehen? Der Vortragende fand dazu sehr illustrative Worte und meinte, der Konsument von Fernsehinhalten solle den Vertrag mit dem Fernsehen gleichsam einseitig kündigen, solle den Bildern den Vertrauensvorschuss wieder entziehen und die "Realitätsvermutung" zurückziehen. Wer sich bewusst macht, dass Fernsehbilder gemacht sind und verschiedenste politische oder wirtschaftliche Interessen dahinterstehen können, die zu einem durch und durch künstlichen Produkt führen, für den wird Fernsehen das, was es oftmals ist: Konsum einer standardisierten Industrieware.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP





01.05.11
Gebet der Religionen: "שלום, Salam aleikum, der Friede sei mit euch!"

 
"Schalom, Salam aleikum, Der Friede sei mit euch!" Mit diesen Worten wurden wir beim heutigen Gebet der Religionen von der Organisatorin, der evangelischen Pfarrerin Dr. Erika Mohri, begrüßt, an dem auch das Noviziat der Dominikaner teilgenommen hat. Ein ziemlich eindrücklicher Gruß, zumal ihn ja auch Jesus durch den Priester im heutigen Evangelium zum Weißen Sonntag am Tisch des Wortes zu uns gesprochen hat (Joh 20,19) und wie er auch beim Friedensritus in jeder Messe am Tisch des Mahles zu uns gesprochen wird.

Als christliche Teilnehmer fanden sich evangelische und katholische Christen zusammen. Wir Novizen des Ordens der Predigerbrüder haben gemeinsam mit Vertretern von Pax Christi und unseren evangelischen Schwestern und Brüdern den Logbesang der Hanna (1 Sam 2,1-11), sowie das Vater unser gebetet.

Wie das "Salam aleikum" bereits erahnen lässt, haben sich neben den christlichen Teilnehmern auch noch muslimische Vertreter aus verschiedenen Gruppen zu diesem Treffen zusammengefunden und uns an ihrem Suchen und Sich-Strecken nach Gott teilhaben lassen. So beleuchtete eine Vertreterin von Ehlibeyt Cami die Krise der Wirtschaft und die damit einher gehenden Probleme aus der Sicht des Koran und gab mit einer kleinen Geschichte einen Denkanstoß dazu, was wahrer Reichtum und wahre Armut ist. Ein Alevit eröffnete uns das Erbe des türkisch-alevitischen Dichters Yunus Emre zum Thema Toleranz und stellte den Hass als den einzigen Feind dar. Der Wormser Hoca der DITIB, also der Türkisch-Islamischen Union, rezitierte Koranverse und ein Mitglied des Vorstandes gab uns die deutsche Übersetzung dazu. Ebenfalls anwesend war ein Angehöriger der muslimischen Organisation Ahmadiyya.

Diese doch ganz unterschiedlichen Beiträge der einzelnen Glaubensrichtungen machten deutlich, dass es - ganz im Geiste des 1986 vom nunmehr seligen Papst Johannes Paul II. in die Wege geleiteten Friedensgebets von Assisi - bei aller Verschiedenheit zwischen den Religionen, doch auch wesentliche einigende Momente gibt. So allem voran das Bekenntnis zu Frieden und Toleranz, wozu wir alle - jeweils aus unserer eigenen Glaubensüberlieferung - von Gott her auch in die Pflicht genommen sind.

Den Abschluss bildete die uns allen gemeinsame Geste der Handreichung, bei der die einen den "Frieden", die anderen "Salam" gewünscht haben. Daraufhin hat sich noch die Möglichkeit zu Austausch untereinander geboten.

--> zum Bericht im Nibelungenkurier (PDF-Dokument)

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP und fr. Julian Eder OP



April 2011


15.04.11
Ökumenischer Jugendkreuzweg

 
Jedes Jahr findet in Worms der Ökumenische Jugendkreuzweg statt. Dabei ziehen Jugendliche, angeführt von einem Kreuz, durch die Stadt und beten die Stationen des Kreuzwegs in verschiedenen Kirchen oder sozialen Einrichtungen der Stadt. Dieses Jahr begannen wir den Weg in der Dominikanerkirche St. Paulus. Die Texte und Lieder des Kreuzweges wurden begleitet von Bildern zu dem Thema "Aus seiner Sicht". Aus Jesu Sicht den Kreuzweg gehen, das war Herausforderung und Gebet an diesem Abend.

www.jugendkreuzweg-online.de


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Text: fr. Jonas Golla OP
Bilder: fr. Julian Eder OP





13.04.11
Ausflug des Noviziates zur ehemaligen Benediktinerabtei Lorsch (UNESCO Weltkulturerbe Karolingische Torhalle) im Rahmen des Noviziatunterrichts

 

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Bilder: fr. Julian Eder OP & fr. Jonas Golla OP


März 2011


28.-31.03.11
Die richtige Spannung - Eutoniekurs mit Sr. Adele Zahn OP

 
Stille - ein heller, lichter Raum - vier weiche Baumwolldecken
auf dem Boden - Stille - drei Novizen - ein Novizenmeister -
ruhig fließender Atem - Stille


Vier Tage der "guten" Spannung schenkte Sr. Adele Zahn OP (Osterode) den neuen Novizen zu ihrem Noviziatsbeginn in einem Eutonie-Grundkurs. Mit viel Geduld und Vertrauen ließen sich Teilnehmer und Kursleiterin aufeinander und die Übungen ein.

Eutonie - Rhythmus, Atem Bewegung

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Körperwahrnehmung und Körpererfahrung als ein Weg zur Menschenbildung erkannt und entwickelt. Die Erkenntnis der Untrennbarkeit von Körper, Seele und Geist führte zu neuen, körperorientierten Methoden. Diese methodischen und didaktischen Ansätze waren und sind so verschieden wie ihre Gründer, aber allen ist ein zentraler Punkt gemein: Es geht um den Menschen und seine Potentiale. Die Übungen führen zu einem erweiterten Körperbewusstsein, der Körperbewusstheit: Der Mensch wird sich seiner selbst inne und darf zuerst sich und dann in Beziehung zu seiner Umwelt erleben.

Grundlegend in der Eutonie (Eu =gut, wohl / tonos = Druck - gute, ausgewogene oder harmonische Spannung) ist es, präsent und achtsam bei sich selbst zu sein - in der Aktivität als auch in der Ruhe. Dabei entfalten sich die natürlichen Prozesse, die gute Durchblutung und der Energiefluss im Körper.

Die Übungen werden zunächst auf dem Boden ausgeführt. Die Übenden versuchen, im Kontakt mit der Unterlage den Körper zu erfühlen. Hierdurch wird das meist schlafende Körperbewusstsein geweckt. Man beginnt den Körper kennenzulernen, auch den inneren Körperraum und die Knochen. All dies bringt eine Fülle neuer Erfahrungen: Die vorher noch unbewusst gewesenen Verspannungen und Verhärtungen in der Muskulatur werden gespürt. Auch die bis dahin verschlossenen und atembehinderten Körperzonen werden langsam befreit. Die Erweckung der oft länger schon "schlafenden" Gewebe bringt neue Lebenskraft und ein neues Lebensgefühl mit sich.

Durch Sr. Adeles ruhige und erfahrene Begleitung erfuhren wir die Eutonie in meditativer Weise, wodurch sich ein ungeahnter Raum von Ruhe, Frieden und Vertiefung öffnen konnte. Beim Stimulieren unserer Haut lernten wir, dass die Lebendigkeit der Haut grundlegend ist für die Kommunikation zwischen unserem Innen- und Außenraum und im übertragenen Sinn Bedeutung trägt für unsere Beziehungen und unsere Emotionalität.

Für den wunderbaren Kurs und die vielen neuen Erfahrungen bedanken wir uns ganz herzlich bei Sr. Adele Zahn OP, die uns half, dass wir uns vertrauensvoll dem eutonischen Erforschen unseres Selbst überlassen und sich Schmerzen und Blockaden lösen konnten, hin zu Wandlung, Heilung und Gesundung.

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Text: fr. Sebastian Ostmeyer OP
Bild: P. Norbert Hinckers OP





06.03.11
Das Studentat der slowakischen Dominikanerprovinz zu Gast in Worms

 
Bei seinem Besuch in Deutschland machte das Studentat der slowakischen Provinz der Dominikaner, das im Konvent in Zvolen untergebracht ist, nach Tagen in Mainz und Heidelberg auch einen eintägigen Abstecher zum Noviziatskonvent in Worms.

Nach einer gemeinsamen Messfeier und dem Mittagessen führte der Novizenmeister P. Philipp J. Wagner die slowakischen Mitbrüder frei nach dem Motto "Worms, Stadt der Religionen" durch die geschichtsträchtige Altstadt. Dabei standen die für das Judentum in Europa so bedeutsame Synagoge, an der der herausragende Rabbiner und Talmud-Kommentator Raschi im 11. Jahrhundert gewirkt hat, der jüdische Friedhof, der der älteste seiner Art in ganz Europa ist, das Lutherdenkmal und der Kaiserdom St. Peter zu Worms auf dem Besichtigungsprogramm.

Beim Stadtrundgang, an dem neben uns Novizen auch das Studentat der norddeutschen Ordensprovinz Teutonia teilgenommen hat, sowie bei Kaffee und Kuchen danach im Konvent kamen auch gegenseitiges Kennenlernen und Austausch untereinander nicht zu kurz. Die Geschichte(n) rund um Kirche und Konvent brachte den Brüdern fr. Dennis Halft näher und zeigte ihnen die Orte und Räume, die unseren Noviziatskonvent ausmachen.

Nach einer feierlichen Vesper, bei der vor allem die dominikanischen Gesänge wie das "Salve Regina" und das "O Lumen Ecclesiae" die brüderliche Verbindung im Gebet spürbar machten, ließen wir den Besuch unserer slowakischen Gäste mit dem abschließenden Abendessen ausklingen.

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Text: fr. Julian Eder OP
Bilder: fr. Jonas Golla OP



Februar 2011


19.02.11
Einkleidung und Noviziatsbeginn

 
Bereits am Freitag hatte fr. Julian Eder (für die süddeutsch-österreichische Provinz) in Augsburg den Habit des Predigerordens empfangen (einige Bilder von der Einkleidung in Augsburg finden Sie hier). Heute wurden unsere Brüder fr. Jonas Golla und fr. Sebastian Maria Ostmeyer eingekleidet. Für alle drei begann mit der Erklärung des Priors, fr. Ludger Fortmann, das gemeinsame Noviziat in Worms. Wir wünschen unseren "neuen" Novizen Gottes Segen für das kommende Jahr, das sie tiefer mit dem Leben im Predigerorden bekannt machen und ihre dominikanische Berufung festigen möge.

Link zur Predigt von Prior fr. Ludger A. Fortmann OP

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Text: fr. Philipp J. Wagner OP
Bilder: fr. Adam Rokosz OP








© Dominikaner-Provinz Teutonia e. V.